>25. März 2017

Klosterkirche

Orgelkonzert „Von Bach bis Widor“

Einen weiten musikalischen Bogen spannt Renate Meyhöfer-Bratschke mit einem Orgelkonzert am Samstag, 25.3.2017 um 18.00 Uhr.
Dabei verbindet sie gern Gehörtes (Widors Toccata) mit gern Gespieltem (Bachs große Präludien und Fugen), nimmt mit romanischen Choralbearbeitungen auch Bezug auf zur Passionszeit und läßt die historische Röver-Orgel von 1884 in ihrer ganzen Farbigkeit erklingen.

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Kirchenvorstandswahlen 2018

   

Wie bist du hier in den KV gekommen?

Ich bin Diakonin von Beruf und war anfangs als Gemeindehelferin in der Jona-Gemeinde Bremen tätig. Als wir 1971 nach Lilienthal zogen, bin ich ziemlich bald ins Ehrenamt eingestiegen und dann dabei geblieben. Anfangs mit einem Spielkreis im Jugendheim Falkenberg, später auch mit der Redaktion vom Dreiklang, der damals noch „Kontakte“ hieß. Das hat sich dann mit der Zeit ausgeweitet. Zur Landessynode gehörte ich 12 Jahre und bin von da aus in den Kirchenvorstand gewählt worden. Das war nur kurz, dann zogen wir nach Halle (1995 – 2005). Nach der Rückkehr war 2006 hier gleich die Wahl und ich wurde zur Vorsitzenden gewählt. Dann bin ich ja auch in die Flüchtlingsarbeit reingewachsen und bin froh, dass wir im Jugendheim immer noch einen guten Ort dafür haben.

Wo waren und sind besondere Eckpunkte deiner Tätigkeit?

Dazu gehört sicherlich die Fusion mit St.Jürgen und die Renovierung der Klosterkirche mit der Orgel: Das waren und sind sehr spannende Prozesse.
Die Renovierung ist weitgehend abgeschlossen, die Fusion wohl noch nicht: Wir akzeptieren uns inzwischen, aber ich habe noch nicht das Gefühl, dass wir wirklich eine Gemeinde sind. Das „Familiengefühl“ braucht wohl noch Zeit.

Du hast eben von einem „Familiengefühl“ gesprochen – würdest du eine Kirchengemeinde mit einer Familie vergleichen?

Auch in der Familie gibt es ja Leute mit unterschiedlichen Interessen – aber wenn sie die in die Familie einbringen, wird’s interessant. Und in einer Familie gibt es auch eine Leitung, nur keine so durchgehende. Gemeinde und Familie bleiben beide lebendig durch die vielfältigen Beziehungen nach außen. Durch das, was unsere Kinder und Enkel mitbringen, wird mein Gesichtsfeld ja auch immer wieder geweitet. Das brauchen wir genauso in unserer Gemeinde! Ein wichtiger Impuls ist für mich die Ökumene – ich freue mich auf unseren Lilienthaler Kirchentag vom 9. – 11. Juni!

Was liegt dir besonders am Herzen:

Der Gottesdienst ist mir sehr wichtig und ich bin auch besonders gern Lektorin, halte also die Lesungen. Die neue Frauengruppe macht mir Spaß, ich singe im Chor. In der Flüchtlingsarbeit erlebe ich wieder ganz andere Leute. Ich habe überall die Möglichkeit, von anderen zu hören und Fragen zu beantworten. Da werde ich oft angesprochen und bin wie alle Kirchenvorsteher/innen Multiplikator für das, was wir auf der Leitungsebene entscheiden. Ich finde es sehr wichtig, da die Gemeinde immer wieder mit hineinzunehmen, damit unsere Arbeit von möglichst vielen getragen wird. Es sind ja auch nicht nur bequeme Entscheidungen, die wir treffen müssen!

Was ist mühsam für dich?

In dieser großen Gemeinde immer überall auf dem Laufenden zu bleiben und möglichst viel im Blick zu behalten. Auch das Gegenüber zum Kirchenamt, unserer Verwaltung, ist nicht immer einfach, andererseits können wir froh sein, diese Fachkräfte zu haben. Trotzdem sind wir z.B. von unseren Kitas manchmal zu weit weg, eben, weil wir auch über Personalfragen nicht mehr wie früher selbst entscheiden. Vielleicht kann man als Einzelne auch nicht mehr bei allem den Überblick haben, dafür haben wir dann zum Glück sehr engagierte Kirchenvorsteher, die z.B. im Kita-Verband sind, oder sich um Finanzen oder Baufragen kümmern!

Ärgert dich auch manchmal etwas?

Klar, wenn ich bei den Heiligabend-Gottesdiensten sehe, wie einige Leute an den Kollektenkörbchen vorbeigehen, ohne auch nur einen Cent für „Brot für die Welt“ hinein zu tun - wenn Sie wenigstens so viel spenden würden, wie sie am selben Abend für eine einzige Flasche Wein ausgeben!

Du hast ja schon mitgeteilt, dass du aus Altersgründen bei der nächsten Wahl 2018 nicht mehr kandidieren wirst – was wünschst du dieser Gemeinde?

Dieser Gemeinde kann man nur wünschen, dass sie ein harmonisches Miteinander leben kann. Und dass wir für die Wahl 2018 Kandidatinnen und Kandidaten finden, die mit Engagement und Herzblut und dazu fröhlich ihre Aufgabe annehmen. Das braucht’s auch und nur so kommen wir weiter!

Die Fragen stellte Wildrik Piper

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Passionszeit

Passion und Ostern

Am 1. März beginnt die Passionszeit. 40 Werktage (mit Karfreitag und Karsamstag) dauert der Weg, auf dem sich Christen in aller Welt auf das Leiden und Sterben Jesu besinnen. Dazu kommen die 5 „Fastensonntage“ mit den für unsere Ohren seltsam klingenden lateinischen Namen:

Invocavit (Invocabit me, „Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören“, Ps 91,15)
Reminiscere (Reminiscere miserationum tuarum, „Denk an dein Erbarmen, Herr“ Ps 25,6)
Oculi (Oculi mei semper ad Dominum, „Meine Augen schauen stets auf den Herrn“, Ps 25,15)
Laetare (Laetare, Jerusalem, „Freue dich, Jerusalem“, Jes 66,10)
Judica (Judica me, Deus, „Richte mich, o Gott!“ Ps 43,1)
Dann folgt der Palmsonntag (Palmarum), der die „Karwoche“ (althochdeutsch „Kara“ bedeutet „Klage, Trauer“) einleitet. Eine „Eselsbrücke“ zum Einprägen der sechs Sonntage in der Fastenzeit ist der Satz: „In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“.

Am Gründonnerstag dann feiern wir Tischabendmahl zur Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. Am Karfreitag gedenken wir der Kreuzigung Jesu und warten dann auf das Osterfest, das wir in unserer Gemeinde in 4 ganz unterschiedlichen Gottesdiensten begehen. Die Auferstehung Jesu ist das „Urdatum“ unseres Glaubens: Der Tod, der „letzte Feind“ (Paulus in 1. Kor. 15,26) ist überwunden, nicht er, sondern der lebendige Gott hat das letzte Wort.

Wir können jetzt fragen: Nach der langen Passionszeit nur 2 Tage Ostern - sollte es nicht umgekehrt sein? Ist es nicht wichtiger, sich dem Lebendigen, dem Licht, dem Leben zuzuwenden und es groß und stark zu machen, gerade in dieser Zeit, wo Tod und Schrecken in unserer Welt so mächtig erscheinen? Eine Antwort lautet: Gott in Jesus ist dem Menschen in seinem Leid sehr nahe gekommen, er setzt sich diesem Leiden wirklich aus. Wir brauchen Zeit, weit mehr als 40 Tage, um das zu verstehen. Niemand könnte einem „Über-Gott“, unberührt und ungerührt von allem, wovor wir erschrecken, wirklich vertrauen. Wir glauben den überwindenden Gott.

Das Leben von Ostern her zu begreifen, bedeutet nicht das Ende von Leidenserfahrungen: Auch der auferstandene Jesus trägt noch die Wunden an seinem Körper. Wir dürfen aber mit ihm leben, mit Jesus, der uns Mut macht: „Siehe ich bin bei euch alle Tage“ (Mt. 28,20)!

Und Lebenszeit ist auch Zeit, eigene Oster-Erfahrungen zu machen - so wie das die Lyrikerin Carola Moosbach einmal gedichtet hat:

Ostern alle Tage
Trotzdem wieder aufstehen
nicht jubelnd
nicht erlöst
nicht heilgezaubert
aber aufstehen

Gott etwas zutrauen
keine Allmacht
keine Heerscharen
kein Donnergetöse
aber zutrauen

Im Totenreich nicht heimisch werden
Das letzte Wort nicht selber sprechen
Und morgen wieder aufstehen

Wildrik Piper

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Gottesdienste

12. März 2017,
10.00 Uhr, Brünings Hof

P. Bollmann

12. März 2017,
10.00 Uhr, Klosterkirche

P. Heidrich

Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden

12. März 2017,
10.00 Uhr, St. Jürgen

P. Piper

15. März 2017,
20.00 Uhr, Klosterkirche


Taize Gottesdienst mit Bachchor

19. März 2017,
11.00 Uhr, Klosterkirche

Pn. Pusch-Heidrich

Familiengottesdienst

19. März 2017,
19.00 Uhr, Truper Kapelle

P. Heidrich u. Team

Abendgottesdienst

26. März 2017,
10.00 Uhr, Klosterkirche

P. Bollmann

26. März 2017,
11.00 Uhr, St. Jürgen

P. Piper

Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden

Gemeindebrief

          

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe des Gemeindebriefes "Dreiklang"

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