Hier finden Sie Informationen über unsere Kirchengemeinde, den Kirchenvorstand, Kirchorten, Friedhöfe, Einrichtungen und Partner.
Die Kirchengemeinde Lilienthal ist eine lebendige Kirchengemeinde am Rande der Großstadt und mitten im Grünen. Unser Ort zeichnet sich durch seine städtisch-ländliche Vielfalt aus, und so sehen auch wir uns: buntes Leben mit allen Generationen, verschiedenste Gruppen treffen sich in modernen Räumlichkeiten oder nutzen unsere drei historischen Kirchen für Einkehr und Gottesdienst. Sonntagsgottesdienste, Gottesdienste in der Region sowie Friedens- und Abendgebete bieten Raum für Begegnung mit Gott.
Familien schätzen unsere vielfältigen Möglichkeiten, seien es unsere zwei kirchlichen Kindertagesstätten, Kinder- und Jugendchor oder die verschiedenen Angebote unseres Hauptamtlichenteams für jüngere und ältere Kinder sowie für deren Eltern. Jugendliche Teamerinnen und Teamer tragen gemeinsam mit unserem Diakon die Jugendarbeit und haben Spaß daran, ihren Glauben zu entdecken und weiterzuentwickeln.
Unser Bachchor sowie unser Kammerchor stehen für Chor- und Konzertmusik auf hohem Niveau und bereichern das regionale Kulturangebot genauso wie unsere „Stiftung Klosterkirche“.
Viele regelmäßige Gruppen, die von einer Vielzahl engagierter Ehrenamtlicher getragen werden, prägen das Bild einer lebendigen Gemeinde. Das sind z.B. unsere Frauenkreise, die Besuchsdienste, Gesprächskreise, unsere Wärmestube, die Gruppe der „Kirchenhüter“, verschiedene andere Angebote und nicht zuletzt ein engagierter Kirchenvorstand.
Unser Internationales Café ist ein regelmäßiger Treffpunkt für Geflüchtete aus aller Welt. Neben dem Bemühen um weltweiten Frieden und um Gerechtigkeit ist uns besonders die Inklusion ein wichtiges Thema. Hier sind wir sehr froh, dass unser im Jahr 2021 renoviertes und neu gestaltetes Gemeindezentrum nun auch baulich viele Möglichkeiten bietet: ein offenes Haus für alle unsere 7.000 Gemeindemitglieder und für unsere Gäste.
Von den Ursprüngen
Der Mittelpunkt der Lilienthaler Gemeinde ist die St.-Marien-Kirche. Ihren Ursprung als Klosterkirche der Zisterzienser lässt sie noch heute am kleinen Dachreiter für das Geläut erkennen. Im Innern ist das einschiffige Gebäude längst zur Gemeindekirche umgebaut, mit einem barocken Kanzelaltar und Seitenemporen, sowie der Röver-Orgel gegenüber dem Altar.
Im Gefolge seiner Bemühungen um eine Machterweiterung stiftete der Bremer Erzbischof Gerhard II. im Jahre 1232 das Nonnenkloster "Vallis Liliorum", Lilienthal, nach dem Symbol der Jungfrau Maria, der weißen Lilie, benannt. Es dauerte dreißig Jahre, bis die ursprüngliche Holzkirche durch den jetzigen steinernen Bau ersetzt war. Es folgte eine lange Blütezeit, die ihr langsames Ende mit der Einführung der Reformation um die Mitte des 16. Jahrhunderts fand. Als das Kloster 1631 säkularisiert wurde, durften zwar die wenigen verbliebenen Nonnen noch ihren Lebensabend dort verbringen, doch setzte ein allmählicher Verfall der Gebäude ein, der schließlich zum völligen Abbruch der Klosteranlage führte. Nur die Kirche blieb erhalten. Die hatte von der kleinen Kapelle des benachbarten Dorfes Trupe inzwischen die Aufgabe als Gemeindekirche für den Ort Lilienthal übernommen.
Gemeinde leiten
Der Kirchenvorstand ist das Leitungsgremium in unserer Kirchengemeinde. Mit seiner Arbeit trägt er wesentlich zum Gelingen des kirchlichen Lebens in der Gemeinde bei. Die Aufgaben sind vielfältig und verantwortungsvoll. Er soll gemeindliches Leben fördern, ist für die Finanzen der Kirchengemeinde, die Gebäudeverwaltung und -erhaltung zuständig. Ferner soll er ehrenamtliche Mitarbeit in der Kirchengemeinde fördern und nimmt die Dienstaufsicht für die hauptberuflich angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wahr.
In der Evangelischen Kirche in Deutschland werden Gemeinden von einem Vorstand geleitet, der aus Ehrenamtlichen besteht, demokratisch gewählt wird und in dem Pastorin bzw. Pastor bei Abstimmungen auch nur eine Stimme hat. Natürlich ist vieles schon durch verschiedene Kirchengesetze geregelt. Aber da Gemeinden selbstständige Einrichtungen sind, ist die Arbeit der Vorstände unverzichtbar.
Aufgaben des Kirchenvorstandes
Der Kirchenvorstand wird alle sechs Jahre von den Mitgliedern der Gemeinde gewählt. Er leitet die Gemeinde gemeinsam mit dem Pfarramt. In regelmäßigen Sitzungen entscheiden die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher über die Schwerpunkte des Gemeindelebens.
Aufgabenbereiche des Kirchenvorstandes sind u.a.
Die Verwendung von Geldern - Wofür wird das Geld eingesetzt, das der Gemeinde zur Verfügung steht? Wie können z.B. Spenden für die Reparatur der Heizungsanlage in der Kirche eingeworben werben?
Die Verantwortung für die Mitarbeitenden der Gemeinde - Der KV triftt die Entscheidung, wenn z.B. ein neuer Küster oder eine neue Organistin eingestellt wird.
Formen des Konfirmandenunterrichts - Soll es eine Freizeit für die Konfirmanden in den Sommerferien geben und wie können wir sie ggf. finanzieren?
Kinder und Jugendarbeit - Was können wir in unserer Gemeinde tun, damit Kinder und Jugendliche sich in ihr zu Hause fühlen?
Vorsitzender des Kirchenvorstandes
Stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes
Zur Baugeschichte der Klosterkirche ist eine Broschüre im Gemeindebüro erhältlich.
Einen Flyer zur Geschichte der St.Jürgen-Kirche finden Sie hier Sankt Jürgen Flyer
28865 Llilienthal
Unser Gemeindezentrum bildet eine bauliche Einheit mit unserer Hauptkirche, der im Jahr 1232 gegründeten Klosterkirche St. Marien. In Kirche, Gemeindesaal und vielen Mehrzweckräumen finden alle wesentlichen Veranstaltungen statt. An vielen Wochenenden ist das Haus voll mit Konfirmandinnen und Konfirmanden, auch für Probenwochenenden unserer Chöre oder bei anderen gemeinsamen Aktionen. Im Gemeindezentrum befinden sich unser Gemeindebüro und die Friedhofsverwaltung. Hier sind auch regelmäßig unsere Hauptamtlichen anzutreffen.
28865 Lilienthal
In Trupe 3 befinden sich die Truper Kapelle, eines unserer beiden Pfarrhäuser sowie die Räume für Jugendarbeit. Die mittelalterliche Kapelle in Trupe – Lilienthals ältestem Ortsteil - ist ein Kleinod mit einem Ruf weit über Lilienthal hinaus. Legendär ist nicht nur im Frühjahr die Krokuswiese vor der Kapelle sondern auch das parkähnliche Areal. Unsere Jugendräume und der Dienstsitz unseres Diakons sind im vorderen Teil des benachbarten Pfarrhauses untergebracht, auf dem Außengelände ist viel Platz für Aktion. Seit der Corona-Pandemie haben sich hier verschiedene Formate von Open-Air-Gottesdiensten etabliert. Die Kapelle selbst wird besonders gerne für Hochzeiten und Taufen genutzt.
28865 Lilienthal
Die St.-Georgs-Kirche liegt auf einer Warft mitten im „Land der Gräser“ im nördlichen Gemeindegebiet. Der gesamte Ortsteil St. Jürgen (plattdeutsch für St. Georg) besteht aus der Kirche, dem Pfarrhaus und dem Küsterschulhaus. Das ist der ganze Ort. Klein wie Bullerbü und ebenso paradiesisch gelegen lädt unser Kirchort ein zum Verweilen und zur Einkehr. Auch hier feiern wir besondere Gottesdienste, z.B. das Abendlied und legendäre Konfirmationsgottesdienste im Freien. Außerdem wird in der Kirche regelmäßig der Heinrich-Schmidt-Barrien-Preis für besondere Verdienste um die plattdeutsche Sprache verliehen. Der Verein Kirchort St. Jürgen e.V. hilft bei der Pflege dieses inspirativen Ortes mit und hat jüngst für den ersten Ausbauschritt des Küsterschulhauses gesorgt, so dass dort nun bald das Heinrich-Schmidt-Barrien-Archiv einziehen kann.
28865 Lilienthal
Eine Kirche auf dem Gelände der Lilienthaler Diakonie. Hier ist die Kirchengemeinde Lilienthal zu Gast. Gefeiert werden inklusive Gottesdienste: donnerstags in leichter Sprache. Am Sonntag gelegentlich ökumenisch, immer aber in großer Offenheit für alle, die gemeinsam singen, beten und Gott loben wollen.
28865 Lilienthal-Seebergen
Der Brüningshof in Seebergen ist der Treffpunkt der Dorfgemeinschaft. Ein ehemaliges Bauernhaus, in dem etwa einmal im Monat Gottesdienst gefeiert wird – in Wohnzimmeratmosphäre, familiär und ganz dicht dran. Termine auch für mögliche Taufen im Gemeindebrief oder im Büro anfragen.
Auf unseren Friedhöfen können Mitglieder der Ev.-luth. Kirchengemeinde Lilienthal bestattet werden. Aber es sind Ausnahmen möglich, bitte sprechen Sie uns an, wir finden eine Lösung.
Lilienthal
Der Friedhof Falkenberg wurde 1850 eingeweiht und dann mehrmals erweitert. Er liegt in der Ortsmitte von Lilienthal und ist per Bahn (Linie 4) sehr gut erreichbar.
Der Friedhof hat eine sehr schöne Friedhofskapelle, in der circa 100 Gäste Platz finden. Die Kapelle wurde 1912 erbaut.
1957 wurde die Kapelle durch den Kirchenmaler Hermann Oetken zu einer Gedenkstätte für die Gefallenen und die Opfer der Weltkriege ausgestaltet.
Lilienthal
Mitten im schönen Ensemble der St. Jürgens Kirche liegt der älteste Friedhof der Kirchengemeinde.
Der Friedhof ist wahrscheinlich schon vor dem Bau der Kirche entstanden. Im Jahr 865 wurde auf der Warft, auf der nun die Kirche steht, eine Wegekapelle errichtet, die als Schutzburg und Unterschlupf auf dem Weg von Bremen zur Osterholzer Geest diente.
Der älteste Baum auf dem Friedhof, eine Eiche wurde 1770 gepflanzt.
Lilienthal
Platzprobleme in St. Jürgen waren Mitte des 19. Jahrhunderts entscheidende Gründe einen weiteren Friedhof im Gemeindegebiet anzulegen. Aus logistischen Gründen sollte dieser am anderen Ende der Gemeinde St. Jürgen liegen und den Ortschaften Oberende, Torfmoor, Frankenburg und Kleinmoor vorbehalten sein.Von Claus Garbade aus Torfmoor kaufte der Gemeindevorstand im Jahre 1844 ca. 2.500 qm² unkultiviertes Land, das nach Zustimmung der kirchlichen Aufsichtsbehörde als neuer Friedhof gewidmet wurde. Er liegt heute im Lilienthaler Ortsteil Frankenburg an der Lüninghauser Straße.
Die Besonderheit in unserer Kirchengemeinde ist die wunderbare Tatsache, dass wir zwei ev. Kitas in unmittelbare Nähe zur Klosterkirche haben.die Ev. Kita am Wald und die Ev. Kiga St. Marien:
Träger unserer Kitas ist der Kindertagesstättenverband OHZ.
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Ev. Kita am Wald
Die „Ev. Kita am Wald“ besteht seit mehr als 50 Jahren und ihre Anfänge waren der Spielkreis im Bruch. Aktuell gibt es 3 Gruppen mit insgesamt 40 Kindern von eins bis sechs Jahren. Qualifizierte Kräfte begleiten, betreuen, bilden und erziehen die Kinder. Religionspädagogik, Naturpädagogik, offene Arbeit, gelebtes Miteinander und Partizipation sind nur ein kleiner Teil, was uns ausmacht.
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Ev. Kindergarten St. Marien

Der Evangelische Kindergarten St. Marien besteht aus zwei Häusern in unmittelbarer Nachbarschaft.
In unserem Haus in der Klosterstraße werden 40 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren und zehn Kinder im Alter von eins bis drei Jahren betreut. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 7:30 bis 16:00 Uhr.
DasHaus in der Straße Im Bruch betreut 25 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren und zehn Kinder im Alter von eins bis drei Jahren. In diesem Haus sind die Öffnungszeiten von 7:30 bis 15:00 Uhr.
Insgesamt arbeiten 17 pädagogische Fachkräfte in unserer Einrichtung und betreuen 85 Kinder.
Mit der Stiftung Klosterkirche und dem Förderverein Musik in der Klosterkirche haben wir 2 starke Partner an der Seite, ohne die kulturell in der Klosterkirche weniger möglich wäre.
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zur Homepage der Stiftung Klosterkirche
Die wertvolle Form eines würdigen Kirchenbaus wird mit wertvollen Inhalten gefüllt. Aber es ist gerade die wertvollen Form, es ist der Wert der Klosterkirche, der immer wieder pflegerischer Maßnahmen bedarf. Das Engagement der Stiftung ist umso wichtiger, als die Mittel aus ordentlichen Haushalten nicht ausreichen, um die bauliche Instandhaltung ebenso wie die Pflege der kulturellen Arbeit zu sichern. -
zur Homepage des Fördervereins Musik in der Klosterkirche

Der Förderverein Musik in der Klosterkirche Lilienthal e.V. unterstützt seit seiner Gründung im Jahr 1988 die Finanzierung der Chor- und Orgelkonzerte, der kammermusikalischen Aufführungen, der Kantatengottesdienste mit Orchester und Solisten sowie die vielfältigen musikalischen Veranstaltungen. Damit er auch künftig die Tradition der Musik in der Klosterkirche auf hohem Niveau, denn die zur Verfügung stehenden kirchlichen und öffentlichen Mittel sind hierfür nicht ausreichend.
Bielsko-Biala (Polen)
1982, als Polen unter Kriegsrecht stand, und die wirtschaftliche Not der polnischen Bevölkerung immer größer wurde, initiierte eine Gruppe Ehrenamtlicher im damaligen Ev. Jugendheim Falkenberg eine Hilfsaktion, um mit bescheidenen Mitteln einer ev. Gemeinde vor Ort zu helfen. Im Dezember 1982 fuhr nach langer, umständlicher Planung eine Gruppe bestehend aus 4 Personen mit 2 Fahrzeugen und 2,4 t Hilfsmitteln nach Bielsko-Biala.
Den Kontakt stellte der damalige Pastor unserer Partnergemeinde in Baalsdorf/Mölkau bei Leipzig in der damaligen DDR her.
Die Stadt mit ca. 165.000 Einwohnern liegt im südwestlichen Schlesien, südlich des Kohlereviers um Kattowitz und ist umgeben von Bergen und Wäldern. Bielsko-Biala war auch der Produktionsstandort des kleinen Polski-Fiat.
Aus dieser 1. Begegnung hat sich in den vergangenen 44 Jahren eine Partnerschaft mit über 50 gegenseitigen Begegnungen zwischen 2 evangelischen Kirchengemeinden entwickelt. Aufgrund der politischen (Mauerfall) und wirtschaftlichen (EU-Mitgliedschaft) Entwicklungen hat sich dieser Kontakt weg von einer Patenschaft auf Hilfsgüterebene hin zu einer Freundschaft mit regem Austausch auf Augenhöhe entwickelt.
Besuche in Polen wurden und werden immer auch um einen touristisch Teil erweitert, um unseren häufig unterschätzten Nachbarn landschaftlich, kulturell, historisch und politisch besser kennen und verstehen zu lernen. Es gibt vieles zu entdecken!
Fahrten nach Polen und Begegnungen mit der Partnergemeinde stehen allen Interessierten offen.
Kontakt für mehr Informationen
Jens Garbade - Jens.Garbade@ewetel.net
Lilienthaler ACK
Am 9.6.2017 haben Vertreter*innen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Lilienthal, der katholischen Pfarrgemeinde Heilige Familie Kirchort Lilienthal, der evangelisch-lutherischen Martinsgemeinde und der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde (Philippusgemeinde) die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen, die ACK Lilienthal gegründet. Die Neuapostolische Gemeinde in Lilienthal ist als Gast beigetreten.
Nach organisatorischen Veränderungen bei den Mitgliedern des ACK treffen sich aktuell (Stand 2026) Vertreter*innen der evangelischen, katholischen und neuapostolischen Gemeinde Lilienthal ca. dreimal jährlich zu einer ACK Sitzung. Außerdem wird die Zellgemeinde Bremen (ACK Bremen) als Nachfolgerin der Philippusgemeinde eingeladen.
Die Arbeit des ACK Lilienthal basiert auf der "Charta Oecumenica", der Übereinkunft des kirchlichen Zusammenlebens und der Ordnung der ACK Lilienthal.
Die ACK Sitzungen dienen zum Austausch und zur Planung gemeinsamer Gottesdienste (z.Zt. Karfreitag, Pfingsten, Erntedank, Weihnachten)
Der Weltgebetstag (1. Freitag im März) wird von Frauen aus den ACK Gemeinden gemeinsam vorbereitet und findet im Wechsel in den Gemeinden statt.
Evangelisch-katholische Zusammenarbeit in Lilienthal
Neben der im ACK organisierten und vom ACK vertretenen Ökumene gibt es weitere von der evangelischen und katholischen Kirche in Lilienthal verantwortete Gottesdienste:
Schulgottesdienste (Einschulung), Gottesdienst und Fest an St. Martin