Bild: Karsten Schnell
Klosterkirche

Archiv 2017

Heiligabend in den (richtigen) Gottesdienst!

An Heiligabend feiern wir zahlreiche Gottesdienste. Sie unterscheiden sich nicht nur durch die Uhrzeit, sondern auch durch ihre jeweilige Ausrichtung und die Mitwirkenden.

Eine Übersicht finden Sie unten.

Dabei gibt es in diesem Jahr eine Neuerung:

Weil besonders der Kindergottesdienst an Heiligabend in der Klosterkirche immer derart überfüllt war, dass wir aus Sicherheitsgründen nicht mehr alle Besucher in die Kirche lassen konnten (das war für die Besucher, aber auch für die Kirchenvorsteher sehr unangenehm), gibt es in diesem Jahr einen zusätzlichen Gottesdienst für Familien mit kleinen Kindern:

Um 14.00 Uhr beginnt ein Gottesdienst in der Truper Kapelle mit Diakon Magnus Deppe für Familien mit kleinen Kindern. Wir hoffen, dass dadurch der „Stau“ an der Klosterkirche etwas verringert werden kann.

Und noch ein Tipp: In der Klosterkirche gibt es bei der zweiten Vesper um 17.30 Uhr mehr Platz als um 16.00 Uhr.

Wir wünschen Ihnen und Euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und freuen uns auf fröhliche festliche Gottesdienste mit Ihnen!

Gottesdienste 24.12.2017

Klosterkirche

14.30 Uhr   Krippenspiel mit der Spatzen- und Kinderkantorei D. Kunert
16.00 Uhr   Vesper mit Krippenspiel und Jugendkantorei P. Heidrich
17.30 Uhr   Vesper mit Krippenspiel P. Heidrich
23.00 Uhr   Christnacht mit Bachchor P. Bollmann


St. Jürgen

15.30 Uhr    Krippenspiel mit Konfirmanden P. Piper
18.00 Uhr    Christvesper P. Piper
23.00 Uhr    Christnacht mit Chor P. Piper

Truper Kapelle

14.00 Uhr    Gottesdienst für Familien mit kleinen Kindern D. Deppe
18.30 Uhr   Pn. Pusch-Heidrich

Brünings Hof

16.00 Uhr   Krippenspiel P. Bollmann

Martin

15.00 Uhr    Krippenspiel Diakon Lask
17.00 Uhr    Christvesper P. Benz

Frankreich Dune du Pilat

Sommerfreizeit 2018

„Einfach abheben“ – Jetzt für die Sommerfreizeit des CVJM anmelden!

Jetzt ist das Geheimnis für die Sommerfreizeiten gelüftet: Der CVJM/Evangelische Jugend Lilienthal fährt in den Sommerferien nach Südfrankreich mit dem Motto „Einfach abheben“
 

Unter https://cvjm-lilienthal.wir-e.de  findet Ihr/ finden Sie alle nötigen Informationen und das Anmeldeformular. Das Interesse ist groß, handelt darum möglichst bald!

Tilman Heidrich

Tobias Kunert 2017_sw

Neuer Diakon

Hallo liebe Kirchengemeinde Lilienthal!

Mein Name ist Tobias Kunert, ich bin 31 Jahre alt und komme aus Selsingen.

Ab Oktober bin ich ihr und euer neuer Diakon für den Arbeitsbereich Kinder und Familien. Dazu gehören zunächst die wunderschönen Kinder – Kirchen – Morgen (KiKiMo) - Treffen, das gemeinsame Feiern von Familiengottesdiensten, die Zusammenarbeit mit unserer Kindertagesstätte am Wald und dem Kindergarten St. Marien. Ich hoffe aber, dass ich zukünftig noch mehr Angebote für unsere kleinen und großen Gemeindemitglieder machen kann. Also lasst euch überraschen!

Mein Schwerpunkt in meinen Berufsausbildungen ist vor allem die Kinder- und Jugendarbeit in all ihrer bunten Vielfalt. Ich habe da schon einen Erfahrungsweg hinter mir – als Erzieher, Betreuer, Berater und Begleiter in unterschiedlichen Situationen der kindlichen und  jugendlichen Lebensstile.

Vielleicht hat mich der eine oder andere auch schon kennenlernen dürfen in der Gemeinde Grasberg. Dort begleite ich zur Zeit den Konfirmandenunterricht.

Falls sie Fragen an mich haben, oder sich für Kinder und Jugendarbeit in ihrer Gemeinde Interessieren, erreichen Sie mich unter:

e-mail:             t.p.kunert@freenet.de

Handy:            0174-9348035

Ich freue mich auf eine lebendige Zeit mit ihnen!

Superintendentin Jutta Rühlemann (1)
 Foto: Hofer

Visitation in der Kirchengemeinde Lilienthal

Superintendentin Rühlemann besucht die Kirchengemeinde

Alle sechs Jahre ist es üblich, dass die Superintendentin jeder Kirchengemeinde des Kirchenkreises für bestimmte Zeit besondere Aufmerksamkeit schenkt.

Im November wird Frau Superintendentin Jutta Rühlemann unsere Gemeinde besuchen. In Gesprächen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen, aber auch durch Besuche in einigen der Gruppen und Einrichtungen soll der Kontakt weiter vertieft werden.

Eine wichtige Wirkung des Besuchs ist, dass wir selbst uns als Gemeinde bewusst machen, wo wir derzeit stehen. Die Kirche ist im Wandel: Was also hat sich bei uns verändert,  wo gab es besondere Einschnitte, welches sind unsere Perspektiven für die Zukunft, wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden in der Region?

Auch der Kontakt zu öffentlichen Einrichtungen – wie z.B. dem Rathaus und den Schulen – soll gepflegt werden.

Im Gottesdienst am 12.11. um 10 Uhr in der Klosterkirche mit anschließendem Gespräch beim Kirchenkaffee besteht eine besonders gute Gelegenheit, Frau Rühlemann zu begegnen.

Der Kirchenvorstand lädt dazu besonders ein, ebenso zum Gemeindeabend am Montag, 6.11., um 19.30 Uhr im Gemeindesaal.
 

Persönliche Gespräche können mit Frau Rühlemann unter der Nummer 04791/80650 vereinbart werden.

(B.Pusch-Heidrich)

Weihnachten im Schuhkarton

Packparty für „Weihnachten im Schuhkarton“ am 12. November 2017 in der Klosterkirche

Die Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ des Vereins Geschenke der Hoffnung findet in diesem Jahr zum 21. Mal statt. Seit 1996 erleben Kinder in Osteuropa und anderen Ländern, wie Glaube, Hoffnung und Liebe durch einen Schuhkarton für sie greifbar wird. Durch die kleine Geste, einen Schuhkarton mit neuen Geschenken zu füllen, kann jeder einem Kind eine unvergessliche Freude bereiten.

Mitmachen ist ganz einfach: 1. Deckel und Boden eines Schuhkartons separat mit Geschenkpapier bekleben. 2. Das Päckchen mit neuen Geschenken für ein Kind (Junge/Mädchen in den Altersstufen zwei bis vier, fünf bis neun oder zehn bis 14 Jahre) füllen. Bewährt hat sich eine Mischung aus Kleidung, Spielsachen, Schulmaterialien, Hygieneartikeln und Süßigkeiten. Packtipps und Infos darüber, welche Artikel ungeeignet sind, sollten im Flyer oder auf der Webseite nachgelesen werden. 3. Ist der Karton gepackt, wird er zusammen mit der Spende von 8 Euro für Abwicklung und Transport zu einer Abgabestelle gebracht, wie z.B. bei Frau Maas in der Trupermoorer Landstr. 19. Abgabeschluss ist der 15. November.

„Die Verteilung wird von Kirchengemeinden unterschiedlicher Konfessionen oft in Zusammenarbeit mit Sozialbehörden und anderen karitativen Einrichtungen durchgeführt. Sie laden die Kinder und ihre Familien auch zu Kursen ein, in denen sie mehr über den christlichen Glauben erfahren können“, sagt Geschäftsführer Bernd Gülker. „Hieraus entwickeln sich häufig individuelle Beziehungen, die den Familien Halt und Kraft geben. An einigen Orten entstehen zudem Initiativen, die sie mit lebensnotwendigen Dingen, wie Nahrung, Kleidung und Schulbildung, versorgen – auch über die Weihnachtszeit hinaus.“ Im Rahmen der weltweiten Aktion erhielten bereits über 135 Millionen Kinder in mehr als 150 Ländern ein Geschenkpaket.
Weitere Informationen erfahren Sie unter www.weihnachten-im-schuhkarton.org oder der Hotline 030 - 76 883 883.

Wer darüber hinaus Lust hat, gemeinsam mit anderen zu packen, ist herzlich eingeladen, am 12. November 2017 ab 15 Uhr in die Klosterkirche zu kommen!

Jeder bringt seine Sachspenden und möglichst auch einen Schuhkarton (ca. 30x20x10cm) mit. Vor Ort gibt es die Möglichkeit, etwas Individuelles zu basteln, das ebenfalls als Geschenk für die Kinder mit in die Schuhkartons gelegt wird. An dem Nachmittag wird es Kaffee, Kuchen und weitere Infos über die Aktion geben.

Ansprechpartnerin: Viola Maas, Tel. 924164

Superintendentin Jutta Rühlemann (1)
 Foto: Hofer

Zurück in die Zukunft: Kirchenkreis lädt zum Abschlussfest des Reformationsjubiläums ein

Von Roland Hofer

OSTERHOLZ-SCHARMBECK. Ein spannendes und facettenreiches Jubiläumsjahr findet am 31. Oktober seinen würdigen Abschluss: Dann feiern der Ev.-luth. Kirchenkreis Osterholz-Scharmbeck, seine 16 Gemeinden und viele Gäste ein großes Fest zum Abschluss des 500-jährigen Reformationsjubiläums. Ganz in der Tradition Luthers: mit Gesang, Musik, Theater, geselligem Beisammensein, Essen, Trinken, Erinnerungen und Ausblicken.

Der Festabend soll ein Höhepunkt der Reformationsfeierlichkeiten im Kirchenkreis sein. Daher werden rund 1.000 Einladungskarten in die Kirchengemeinden sowie an Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft verschickt. Doch auch alle sonstigen Interessierten, die mitfeiern möchten, sind herzlich eingeladen. „Wir hoffen, dass sich die Menschen angesprochen fühlen und wir die rund 700 Plätze gut füllen können“, freut sich Superintendentin Jutta Rühlemann auf das Fest. Das Motto lautet „Zurück in die Zukunft – Reformationsfest 2017“.

Das Programm beginnt um 17.00 mit der Begrüßung in der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck (Einlass ab 16.30 Uhr). Nach dem Grußwort von Landrat Bernd Lütjen (17.15 Uhr) haben die Chöre und Orchester aus dem Kirchenkreis Premiere. Sie werden von 17.30 bis 18.15 Uhr unter Leitung von Kirchenkreiskantorin Caroline Schneider-Kuhn die Uraufführung eines Werkes von Michael Schütz, einem Kantor in Berlin, ausgestalten. Der Titel: Die Zeit des Redens ist gekommen. Auch die Evangelische Jugend des Kirchenkreises ist dabei. Sie präsentiert unter dem Motto „Kirche ist…“  einige Aspekte ihrer Kirche aus lustig-kritischer Perspektive. Es folgt der Markt der Möglichkeiten mit Essen und Trinken sowie der Zeit für Begegnungen und Austausch. Das offizielle Programm beendet das Playback-Theater Bremen mit dem Stück „Zurück in die Zukunft“. Die Schauspieler improvisieren und inszenieren reformatorische Gedanken heiter, humorvoll und nicht ohne Tiefgang. Die Veranstalter versprechen einen Abend für alle Sinne und mit vielen Anregungen.

„Wir können stolz sein auf das starke Engagement der Gemeinden mit ihren
lebendigen Jubiläumsveranstaltungen“, sagt Rühlemann, die das Fest auch als Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer versteht. Diese hätten „den Geist der Reformation lebendig für alle Sinne erfahrbar gemacht.“ Reformation sei weder nur Geschichte noch Theorie, sondern werde täglich durch Menschen im Alltag mit Leben erfüllt. „An der Person von Martin Luther“, so Rühlemann, „wollen wir die Kernbotschaften unseres Glaubens sichtbar machen und Zuversicht für die Zukunft schöpfen“. Das Fest sei zwar der Abschluss des Reformationsjubiläums. Es sei aber auch „Auftakt und Impuls, sich auf die Grundlagen zu besinnen und mit Mut zur Veränderung die Kirche aktiv zu gestalten“.

Dienstag, den 31. Oktober 2017
Ort: Stadthalle Osterholz-Scharmbeck, Jacob-Frerichs-Str. 1  
Zeit: 17.00 Uhr bis 20.00 Uhr (offizielles Programm), anschließend
geselliges Beisammensein
 

Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum

 Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum am 31.10.2017, 15:00 Uhr in der Schlosskirche Wittenberg

Der 31.10.2017 ist der Tag des 500. Reformationsjubiläums und bundesweiter Sonderfeiertag. Wir sind dankbar für ein friedliches und weltoffenes Jubiläum mit vielen tausend Veranstaltungen überall in Deutschland.

In der Schlosskirche Wittenberg wird um 15:00 Uhr ein großer Festgottesdienst stattfinden mit vielen geladenen Gäste. Damit alle Christinnen und Christen in ganz Deutschland die Chance haben, diesen Gottesdienst mitzufeiern, wird er live in der ARD übertagen.

Wenn Sie diesen Gottesdienst in Ihrer Gemeinde mit den Live-Bildern aus der Schlosskirche mitfeiern, können Sie sich kostenfrei ab sofort auf der Webseite www.evangelische-wittenbergstiftung.de die Gottesdienstordnung herunterladen, die in der Schlosskirche verwendet wird.

Wir laden die Mitglieder unserer Gemeinde dazu ein, davon Gebrauch zu machen.

 

Lutherbild1
 Foto: Wildrik Piper

Unverkennbar - Martin Luther

Sicher haben Sie es gleich wiedererkannt, das Lutherportrait aus der Klosterkirche. Während der Kirchenrenovierung stand es verhüllt in der Sakristei, und nun hängt es wieder, allerdings an deinem neuen Ort: Neben dem Äbtissinnenstein am Eingang zum Altarraum in die Klosterkirche.

Reformator und Äbtissin stehen hier sinnblich für die Männer und Frauen in der Kirche.

Nur seltsam ist: Nach einigem Forschen in unserem Archiv war nichts zu erfahren über den Maler und das Entstehungsjahr dieses Lutherbildnisses.
Betrachtet man dieses Bild, spürt man bald etwas von der Absicht des Malers. Er zeigt uns Luther als gestandenen Mann der Kirche und verlässliche Autorität der Theologie.

Die ruhigen dunklen Farben lenken die Aufmerksamkeit auf sein Gesicht und die Hände, die auf die aufgeschlagene Bibel weisen. Gottes Wort war Luther die wesentliche Grundlage für den Glauben („sola scriptura“). Ein Taufbecken steht links neben ihm etwas im Hintergrund, wohl mit dem Gedanken, dass hier ein jeder Mensch konkret Gottes Liebe erfahren kann.

Luthers Blick geht zur Seite aus dem Bild heraus, wie auf vielen Portraits, die meist bei Lucas Cranach, einem hervorragenden Maler und Freund Luthers.

Es kam Martin Luther zu Lebzeiten nie darauf an, als Person im Vordergrund zu stehen, es ging ihm um seine Gedanken über den Glauben.

Aber schauen Sie doch selbst einmal wieder vorbei am neuen „Wohnort“ des Lutherbildes im Anbau an der Klosterkirche!

(B.Pusch-Heidrich)

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Ökumenischer Erntedankgottesdienst
am 24. September um 11.00 Uhr in der Klosterkirche

Erntedankgaben und Mithilfe bei der Vorbereitung des gemeinsamen Mittagessens werden für Samstag, 23.9. ab 14.30 Uhr erbeten.

Am Rande von Bodo nahe der Grenze zur Zentralafrikanischen Republik im Tschad betreibt Schwester Cecilia eine kleine medizinische Station für die Menschen der umliegenden Dörfer. In den 15 Jahren ihrer Arbeit in Bodo hat sich die ausgebildete Tropenmedizinerin einen weltweiten Ruf als Spezialistin in der Behandlung der Schlafkrankheit erworben. Dies ist eine der sogenannten „vernachlässigten Tropenkrankheiten“. Aber eigentlich sollte man sie „Krankheiten vernachlässigter Menschen“ nennen.
Vernachlässigt sind die Menschen in den Dörfern bei Bodo in vielerlei Hinsicht. Es herrscht unglaublich hohe Kindersterblichkeit (etwa ein Drittel der Kinder wird keine fünf Jahre alt), es gibt praktisch kein geeignetes Trinkwasser, obwohl in der sumpfigen Gegend reichlich Wasser vorkommt, fast niemand kann lesen oder schreiben, denn kein Lehrer bleibt lange in dieser abgelegenen Gegend um Klassen mit 100 Kindern zu unterrichten. Mangel- und vor allem Fehlernährung sind üblich.

Um eben diese vernachlässigten Menschen kümmern sich die drei Schwestern des Klosters von Bodo so gut sie irgend können. So betreibt Schwester Susanna eine Grundschule, in der nur 50 Kinder in einer Klasse sitzen, und schafft es die Lehrer bei der Stange zu halten. In einer kleinen Küche wird täglich eine Mahlzeit für die 400 Schülerinnen und Schüler bereitet.

Trotz der schwierigen Umstände gibt es etliches, was die Menschen dort, mit etwas Unterstützung, selbst unternehmen können. Mangelnde Bildung ist ein zentrales Problem. Mitunter existiert eine vage Ahnung. So sagte ein Dorf-Chief: „Ich glaube, dass wir genug Nahrungsmittel haben, wir nutzen sie nur nicht richtig“. In der Tat ist die Gegend eigentlich ein Brotkorb des Tschad. Natürlich gibt es auch jede Menge Herausforderungen mit den widrigen Bedingungen zurecht zu kommen.

Prof. Kelm von der Uni Bremen und seine Mitarbeiter aus Bremen und dem Tschad kommen regelmäßig nach Bodo um dort an der Schlafkrankheit und den Lebensbedingungen der Menschen zu forschen. Sie wollen aber nicht nur für die Forschung arbeiten, sondern auch die Menschen dabei unterstützen, ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Dank der Spenden Lilienthaler Mitbürger konnten sie im Februar Schwester Cecilia den Jahresbedarf eines Medikaments zur Behandlung schwerer Brechanfälle, wie sie bei Malaria auftreten, übergeben. Sehr wichtig ist es die Menschen dabei zu unterstützen sich selbst zu helfen. Zum Beispiel wie sie ihre Brunnen verbessern, das Wasser sterilisieren und ihre Nahrungsmittel besser nutzen können.

Diese Arbeit und wie die Lilienthaler Gemeinden dazu betragen können diese vernachlässigten Menschen zu unterstützen, wird Thema im Erntedankgottesdienst und dem anschließende gemeinsamen Mittagessen am 24. September sein.

Neues aus Glen Stella

Seit mehreren Jahren unterstützen Menschen aus unserer Gemeinde das Waisenhaus Glen Stella in East London/Südafrika mit Kollekten bei Konfirmationen, in Abendgottesdiensten, bei Trauungen und aus besonderen Anlässen.

Diese Unterstützung hat viel bewirkt, und die Empfänger sind nicht untätig geblieben und haben ihrerseits viel dafür getan, dass das Haus nicht nur überleben, sondern auch sich sehr konstruktiv weiterentwickeln kann.

Weitere Informationen gibt der neueste Newsletter von Bikisa e.V., dem Verein, der das Waisenhaus unterstützt und begleitet.

Newsletter Glen Stella
Kindergarten im Bruch C. Steindamm IMG_5053
 Foto: Constanze Steindamm

Kita im Bruch

Geteilte Räume sind doppelte Räume

Rückblick auf ein Jahr Kindergarten St. Marien im Bruch


„So eine Veränderung hat es bisher in der fast 50jährigen Geschichte des Kindergartens noch nicht gegeben – aus 50 Kindern wurden 85, aus 10 pädagogischen Mitarbeitern wurden 16“, meint Ilse Wahlers, die als Leiterin den gesamten Prozess zur neuen Einrichtung im Bruch intensiv begleitet hat.

Während sich im Sommer 2016 Kinder, Eltern und Erzieherinnen im wohlverdienten Urlaub vom Arbeitsalltag erholten, ging es bei den Renovierungsarbeiten in den neuen Räumen in den arbeitsintensiven Endspurt – denn pünktlich zu Beginn des neuen Kindergartenjahres sollte dort Platz für die Betreuung von 35 Kindern geschaffen sein: 25 davon in der Kindergartengruppe „Schmetterlinge“ und 10 in der Krippengruppe „Raupen“.

Durch Verzögerungen beim Bau wurde der Start in den neuen Räumen gleich zu Beginn zu einer echten Herausforderung, denn die Eingewöhnung musste in sehr kurzer Zeit stattfinden. Doch das waren nicht die einzigen Steine, die in den Weg gelegt wurden, und es tauchten weitere Schwierigkeiten auf, die es zu meistern galt. Denn nicht nur das Team der Erzieherinnen kannte sich nicht, sondern auch die Zusammensetzung der Gruppen der größtenteils drei- bis vierjährigen Kinder war komplett neu, und zudem handelte es sich bei fast allen noch um Wickelkinder, was die Situation zusätzlich erschwerte. Ein Start von Null auf Hundert also – und im Nachhinein scheint es trotz der guten Vorarbeit, monatelanger Planungen, dem Hin- und Herwälzen von Budgets und dem glücklicherweise guten Verhältnis zum Vermieter wie ein Wunder, dass alles so gut gelaufen ist.

Die Eingewöhnung mit je fünf Kindern, die parallel zu den letzten Baumaßnahmen lief, klappte einwandfrei, und die Kinder fanden es sogar spannend, zu sehen, wie sich das Haus weiterentwickelte. Es wuchs erstaunlich schnell eine homogene, harmonische und geschlossene Gruppe zusammen, aus deren Einheit keines der Kinder ausgeschlossen wurde, und sie fassten auch schnell Vertrauen zu den Erzieherinnen.

Diese sahen aber auch einige Vorteile in der komplett neuen Situation: So durften sie selber entscheiden, welche Materialien und Spielzeug angeschafft werden sollten und konnten eigene Gedanken einbringen, um das Bestmögliche für alle Beteiligten herauszuholen.

„Pädagogen aus anderen Einrichtungen und von anderen Trägern bringen natürlich auch neue Ideen, Erfahrungen und Know-how mit, davon können alle profitieren“, so Kristin Ahlers, stellvertretende Leiterin des Evang. Kindergartens St. Marien.

In der ersten Zeit musste also viel improvisiert werden. Jeder krankheitsbedingte Ausfall bedeutete eine enorme Koordination und Organisation – doch zum Glück standen da auch die langjährigen Mitarbeiterinnen des Kindergartens St. Marien in der Klosterstraße mit Rat und Tat zur Seite und halfen aus, wo es möglich war. So wurden das über viele Jahrzehnte erprobte Wissen und die Praxiserfahrung der Erzieherinnen in der Klosterstraße an das Nebengebäude weitergegeben, und nach und nach wuchsen beide Stellen immer weiter zusammen. Auch in der Kirchengemeinde und beim Träger wurden die neuen Kräfte gut aufgenommen.

Der Garten des Gebäudes in der Klosterstraße grenzt hinten an die Straße am Bruch. Hier wurde ein Tor eingebaut, das nicht nur symbolisch eine Verbindung darstellte, sondern für die Kinder auch ein Highlight bildete, weil sie sich nun besuchen und beschnuppern konnten und auch beide Gärten gegenseitig nutzen durften. Erste kleine Freundschaften zwischen den Sternschnuppen, Sternen, Sonnen, Raupen und Schmetterlingen bildeten sich, und auch Geschwisterkinder aus beiden Gebäuden fanden das natürlich toll. „Schade, dass wir keinen Tunnel buddeln können“, meinte ein Junge, als er zum ersten Mal das Haus im Bruch besuchte.

Neugierde, Interesse und Offenheit auf beiden Seiten begünstigten das Zusammenwachsen aller Gruppen. Und auch die Integration der Kinder mit Migrationshintergrund klappte hervorragend. Hier war es hilfreich, dass sie alle aus Familien stammen, die hier gerne ankommen möchten und starkes Interesse an der Entwicklung ihrer Kinder und dem Alltag im Kindergarten haben.

Eine Erzieherin aus der Klosterstraße wechselte inzwischen durchgehend in die neuen Räume und verstärkte so den Austausch, und selbst die Organisation des Mittagessens hat sich inzwischen eingespielt: Auch die Kinder im Bruch können nun das leckere und stets frisch gekochte Essen der erfahrenen Köchin Brigitte Pfarr genießen, das in der Klosterstraße zubereitet wird. Zusätzlich wurde eine weitere Küchenkraft eingestellt, die für den Transport des Essens zum Bruch sorgt und das Mittagessen dort begleitet – zum Glück sind die Wege ja wirklich kurz. Für Frau Pfarr ist es allerdings jeden Tag eine neue Herausforderung, denn sie leistet Enormes in einer Küche, die für diese Mengen ursprünglich ja nicht ausgelegt war. Hier besteht also langfristig gesehen noch Verbesserungsbedarf.

Und auch an einigen anderen Stellen wird sicher in der Zukunft noch gedreht und geschraubt werden, bis alles nahtlos passt. Doch Fazit ist, dass nun das erste Kindergartenjahr, in dem für alle alles neu war und sich erst bewähren und einspielen musste, so gut gelaufen ist, dass alle beruhigt in den diesjährigen Sommerurlaub fahren können.

Und im neuen Kindergartenjahr wird man sich dann im September gerne und entspannt an die gelungene Einweihungsfeier mit dem „Tag der offenen Tür“ vor einem Jahr erinnern. Und der Organisation von gemeinsamen Aktivitäten wie Sommer- und Laternenfest, Fototerminen oder Adventssingen werden alle weitaus gelassener entgegenblicken, als es noch vor einem Jahr der Fall war.

Hut ab vor dem, was alle Beteiligten in diesem einen Jahr geleistet haben!

Wir als Elternvertreterinnen der beiden Einrichtungen wünschen uns, dass die Räumlichkeiten weiterhin gefühlt immer enger zusammenrücken, Verbindungen geschaffen werden und alles noch mehr zu einem großen Ganzen zusammenwächst.

Constanze Steindamm und Gritt Köppke

Schulanfängergottesdienste

 Alles Gute zum Schulanfang!

Am 5. August ist es wieder soweit: Fröhliche, erwartungsvolle und auch ängstlich-skeptische Kinder erleben ihren großen Tag, den 1.Schultag.

Nun gehören sie zu den “Großen“, dürfen lernen und gehen ihren Weg immer selbständiger durch die Schule und durchs Leben.

Die neuen Schulkinder machen einen wichtigen eigenen Schritt in die Welt hinein.

Aufregend ist das – nicht nur für die Kinder, sondern auch für ihre Eltern!

Denn Eltern machen sich Sorgen, wie ihr Kind diesen neuen Entwicklungsschritt schaffen wird. Sie müssen sie loslassen und ihnen zutrauen, dass sie klarkommen werden ohne ihren ständigen elterlichen Schutz. Aber sie dürfen sie auch dem Schutz Gottes anvertrauen, dass er sie behütet beim Selbständig werden.

Mit unseren Schulanfängergottesdiensten laden wir die Eltern und ihre Kinder ein, den 1.Schultag im Vertrauen auf Gottes Segen und Begleitung zu begehen:

Freitag, 4. August:

Klosterkirche 8.45 Uhr
Ökumenischer Schulgottesdienst für die neuen 5. Klassen (Pastorin Pusch-Heidrich/Gemeindereferentin Rita Evensen)

Samstag, 5.August:
Klosterkirche: 8.45 Uhr
Ökumenischer Gottesdienst (PastorWildrik Piper/Gemeindereferentin Rita Evensen)

Worphausen/Lilienhof: 9:00 Uhr
Einschulungsgottesdienst (Pn.i.E. Ludewig)

Sommerkirche 2017

Sommerkirche 2017  - Die Apostelgeschichte


Was war in diesen ersten Gemeinden los, welche Konfliktfelder gab es, mit was waren diese Gemeinden konfrontiert und wie passt das zur heutigen Zeit?

Den Einstieg in die Sommerkirche macht Superintendent i.R. D. Preuschoff am 25.6.17 in der Klosterkirche. Der Weg der Kirche in die Zukunft, Apg 1,3-11 und 2,41-47 werden die Textstellen sein.

Im Zentrum des Gottesdienstes im Handwerkermuseum am 2.7.17 in Worphausen mit Pastor Bollmann steht die Frage: „Verstehst du auch, was du liest?“ Apg 8,26-40.

Am 9.7.17 heißt es im Brünings Hof in Seebergen mit Pastor Benz: Apg 10:  Petrus besucht den Hauptmann Cornelius. Oder in Platt: Wokeen bi de Kark darbi ween dürf.

Diakon Lask predigt am 16.7.17 über das Bekehrungserlebnis des Saulus auf dem Weg nach Damaskus,  Apg 9,1 – 19 in der Martinskirche.

„Der erste europäische Christ… eine Frau“ Apg 16,9-15, lautet das Thema des Gottesdienstes mit Pastorin Pusch-Heidrich am 23.7.17 in der Klosterkirche.

Pastor Piper schließt die Sommerkirche in diesem Jahr am 30.7.17 in St. Jürgen und predigt über Apg 17,22-34 „Der eine Gott und die Götter“.

Gründung Orts ACK

 Nach der Eröffnung des zweiten Lilienthaler Kirchentags wurde die feierliche Gründung der Lilienthaler Orts-ACK vollzogen. ACK steht für „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen“ und ist der Zusammenschluss von Kirchen, die zusammen arbeiten wollen. Die Lilienthaler Ökumene war bislang ein loses Bündnis der beteiligten Gemeinden. Nun haben wir uns verbindlich in einer Gemeinschaft von unterschiedlichen Kirchen zusammenschlossen.

Nach der Gründung der Orts-ACK-Lilienthal folgte ein Referat von Prof. Wilfried Härle. Nach einem geschichtlichen Rückblick zur Entstehung der Ökumene liegt ein Schwerpunkt auf dem Ausblick, der Zukunft von Kirche und Ökumene.

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 Die katholische Gemeinde „Guter Hirt“, die Evangelisch-Freikirchliche Philippusgemeinde und die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Lilienthal veranstalten am Wochenende nach Pfingsten wie zuletzt 2012 wieder einen gemeinsamen „Kirchentag“. Mit einem reichhaltigen Programm wollen wir Räume schaffen für Begegnung und Gespräch, für Nachdenken und Feiern.






Programm


Freitag:
19.30 Uhr

Eröffnung des Lilienthaler Kirchentags in der Klosterkirche Referat von Prof. Dr. Wilfried Härle aus Ostfildern / Baden-Württemberg:  Prof. Härle ist ein echter Kenner der Ökumene und wird zu uns – gerade auch für Laien verständlich! – über aktuelle Fragen der Ökumene sprechen.
22.00 Uhr
Nachtcafé in der Klosterkirche

Sonnabend:
10.00 Uhr
Gospelworkshop mit Ella Winkelmann (ganztägig) in der  Philippusgemeinde. Anmeldung erwünscht, Notenkenntnisse nicht erforderlich!
10.00 Uhr
Fahrradtour zu allen Kirchen und Gemeindzentren unseres Bezirks mit kurzem Programm an jeder Station (bis in den Nachmittag)
14.00 Uhr
Gottesdienst zum Wiesenfest der Diakonischen Behindertenhilfe mit Superintendentin Jutta Rühlemann
20.00 Uhr
„Sing and Pray“ – Abend in der kath. Kirche Guter Hirt
22.00 Uhr
Nachtcafé in Guter Hirt

Sonntag:
11.00 Uhr
Ökumenischer Gottesdienst im Amtsgarten
Musik mit der Kirchenband der Gemeinde Guter Hirt und Projektchor, dazu mit dem Gospelchor / Ella Winkelmann
Predigt: Carsten Mües

Im Zusammenhang unseres Kirchentags gründen wir die „Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen“ (ACK) Lilienthal. Nähere Informationen zur ACK bekommen Sie auch unter: www.oekumene-ack.de

Ein Faltblatt mit Einzelheiten zum Programm des Kirchentages wird rechtzeitig verteilt!

Pfingsten: Fest der besonderen Gottesdienste in St Jürgen und Martin

Am Pfingstsonntag feiern viele Menschen den beliebten Kirchgartengottesdienst:
Um 11 Uhr beginnt er unter freiem Himmel (nur bei Unwetter in der Kirche) am Kirchgarten neben der St. Jürgener Pfarrscheune. Posaunenchor und Kirchenchor unter Leitung von Ulrike Schirok sorgen für den musikalischen Rahmen, und Pastorin Birgitt Pusch-Heidrich wird in dieser besonderen Umgebung mehrere Kinder taufen. Im Anschluss gibt es Stehkaffee zum entspannten Ausklang – ein besonderer Gottesdienst für St.Jürgener, aber auch alle anderen, die einen schönen Pfingstausflug mit allen Sinnen machen wollen.

Am Pfingstmontag feiern die Lilienthaler Konfessionen gemeinsam um 10 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst in der Martinskirche. Die Predigt wird Pastor Wildrik Piper halten.

Magnus Deppe
Magnus Deppe

Ein "neuer" Diakon

 Liebe Gemeinde!

Mein Name ist Magnus Deppe. Seit dem 1. Januar bin ich der „Neue“ in Lilienthal.

Ich bin 36 Jahre alt, geboren in Bremen und nun wohnhaft in Schlußdorf. Ich habe zwei Kinder und seit Kurzem wieder einen Hund. Mein Haus und der Garten sind meine Hobbys und der Ausgleich, wenn ich abends nach Hause komme.

Nach meiner Ausbildung 2002 in Eisenach bin ich für 8 Jahre nach Uetersen und Tornesch bei Pinneberg gezogen und habe dort erste Erfahrungen besonders in der offenen Jugendarbeit gesammelt.

2010 habe ich ein Angebot bekommen, für drei Jahre nach Namibia zu gehen. Hier habe ich in der deutschen Gemeinde die Jugendarbeit mit aufgebaut.

Seit 2013 bin ich nun in Worpswede beschäftigt. Hier verantworte ich die Kinder und Jugendarbeit.

Krabbelgottesdienste, Kinderkirche, Jugendgottesdienste, Gottesdienste mit dem Kindergarten oder der Schule, Freizeiten, Teamerausbildungen, Konfirmandenunterricht und Vieles mehr fallen in meinen Verantwortungsbereich.

Da es im Kirchenkreis seit 2017 nun einen neuen Zuschnitt der Diakonenstellen gibt, bin ich zu 1/4 meiner vollen Stelle auch in Lilienthal. Hier werde ich eine Konfirmandengruppe übernehmen und bis auf Weiteres den Kindersamstag mit begleiten. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit und viele gemeinsame Jahre…. 

Magnus Deppe

Ostergottesdienste in unserer Gemeinde - „Krippe und Kreuz sind aus demselben Holz“

 Mit diesem Sprichwort spannen wir den Bogen von Weihnachten über die Passionszeit bis Ostern und möchten Sie damit auf die besonderen Ostergottesdienste in unserer Gemeinde hinweisen:

13.04.2017
19.00 Uhr    P. Piper mit Tischabendmahl/Klosterkirche

14.04.2017
10.00 Uhr     P. Pusch-Heidrich mit Abendmahl u. Bachchor/Klosterkirche
10.00 Uhr     P. Bollmann mit Abendmahl/Brünings Hof
15.00 Uhr     Pn.i.E. Ludewig Andacht/St.Jürgen

15.04.2017
23.00 Uhr     
P. Heidrich und Team Osternachtgottesdienst/Truper Kapelle

16.04.2017
06.00 Uhr     
P. Piper und Chor/St.Jürgen
10.00 Uhr     
P. Bollmann/Klosterkirche

17.04.2017
10.00 Uhr     Pn. Pusch-Heidrich Familiengottesdienst mit Spatzen- und Kinderkantorei/Brünings Hof

Passionszeit

 Passion und Ostern

Am 1. März beginnt die Passionszeit. 40 Werktage (mit Karfreitag und Karsamstag) dauert der Weg, auf dem sich Christen in aller Welt auf das Leiden und Sterben Jesu besinnen. Dazu kommen die 5 „Fastensonntage“ mit den für unsere Ohren seltsam klingenden lateinischen Namen:

Invocavit (Invocabit me, „Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören“, Ps 91,15)
Reminiscere (Reminiscere miserationum tuarum, „Denk an dein Erbarmen, Herr“ Ps 25,6)
Oculi (Oculi mei semper ad Dominum, „Meine Augen schauen stets auf den Herrn“, Ps 25,15)
Laetare (Laetare, Jerusalem, „Freue dich, Jerusalem“, Jes 66,10)
Judica (Judica me, Deus, „Richte mich, o Gott!“ Ps 43,1)
Dann folgt der Palmsonntag (Palmarum), der die „Karwoche“ (althochdeutsch „Kara“ bedeutet „Klage, Trauer“) einleitet. Eine „Eselsbrücke“ zum Einprägen der sechs Sonntage in der Fastenzeit ist der Satz: „In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“.

Am Gründonnerstag dann feiern wir Tischabendmahl zur Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. Am Karfreitag gedenken wir der Kreuzigung Jesu und warten dann auf das Osterfest, das wir in unserer Gemeinde in 4 ganz unterschiedlichen Gottesdiensten begehen. Die Auferstehung Jesu ist das „Urdatum“ unseres Glaubens: Der Tod, der „letzte Feind“ (Paulus in 1. Kor. 15,26) ist überwunden, nicht er, sondern der lebendige Gott hat das letzte Wort.

Wir können jetzt fragen: Nach der langen Passionszeit nur 2 Tage Ostern - sollte es nicht umgekehrt sein? Ist es nicht wichtiger, sich dem Lebendigen, dem Licht, dem Leben zuzuwenden und es groß und stark zu machen, gerade in dieser Zeit, wo Tod und Schrecken in unserer Welt so mächtig erscheinen? Eine Antwort lautet: Gott in Jesus ist dem Menschen in seinem Leid sehr nahe gekommen, er setzt sich diesem Leiden wirklich aus. Wir brauchen Zeit, weit mehr als 40 Tage, um das zu verstehen. Niemand könnte einem „Über-Gott“, unberührt und ungerührt von allem, wovor wir erschrecken, wirklich vertrauen. Wir glauben den überwindenden Gott.

Das Leben von Ostern her zu begreifen, bedeutet nicht das Ende von Leidenserfahrungen: Auch der auferstandene Jesus trägt noch die Wunden an seinem Körper. Wir dürfen aber mit ihm leben, mit Jesus, der uns Mut macht: „Siehe ich bin bei euch alle Tage“ (Mt. 28,20)!

Und Lebenszeit ist auch Zeit, eigene Oster-Erfahrungen zu machen - so wie das die Lyrikerin Carola Moosbach einmal gedichtet hat:

Ostern alle Tage
Trotzdem wieder aufstehen
nicht jubelnd
nicht erlöst
nicht heilgezaubert
aber aufstehen

Gott etwas zutrauen
keine Allmacht
keine Heerscharen
kein Donnergetöse
aber zutrauen

Im Totenreich nicht heimisch werden
Das letzte Wort nicht selber sprechen
Und morgen wieder aufstehen

Wildrik Piper

>3. März 2017

„Was ist denn fair?“
Weltgebetstag der Frauen 2017 von den Philippinen

Der Gottesdienst zum Weltgebetstag 2017 wurde diesmal von Frauen von den Philippinen erarbeitet, einem Land voller Naturschönheiten und Gegensätze.
Auf den mehr als 7.000 Inseln finden wir tiefgrüne Urwälder, tropische Riffe und die berühmten, von der UNESCO geschützten Reisterrassen auf der einen Seite -  und auf der anderen zerstörerische Naturgewalten (Vulkane und Taifune), Überfischung und Menschen, die in großer Armut in Slums leben: Die Philippinen sind ein Land der Extreme.

Im Gottesdienst zum WGT 2017 erzähle uns Christinnen dieses Landes von ihrem Leben und Glauben und stellen die drängende Frage nach der Gerechtigkeit: Was ist denn fair? Anhand des Gleichnisses von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,1-16) wird verdeutlicht, dass in Gottes Reich für alle gesorgt wird, hochaktuell für die Philippinen auf der Suche nach neuen Perspektiven.

Wir feiern den ökumenischen Gottesdienst am Freitag, 3.3. um 19 Uhr in der katholischen Kirche „Guter Hirt“, Konventshof. Herzlich willkommen! 

Bald geht’s los: Anmeldungen zur Konfirmandenzeit 2017-18

Schule ist nur das halbe Leben: Das wissen auch Jugendliche der 7.Klassen. Sie machen viele Erfahrungen mit Sport und anderen Hobbies, doch wenig mit dem, was die Evangelische Kirche ihnen zu bieten hat. Wer zur Zeit die 7.Klasse besucht, hat jetzt eine besondere Möglichkeit, das Christentum, die Kirche und den Glauben ganz praktisch vor Ort kennen zu lernen: Im „Konfus“, also in der Konfirmandenzeit in Lilienthal und St.Jürgen.

Diese Konfirmandenzeit beginnt im Frühjahr und endet ein Jahr später im April/Mai 2018 mit der Konfirmation in der Klosterkirche und St. Jürgens-Kirche. Zu ihr gehören monatliche Treffen, aber auch praktische Aktivitäten und zwei gemeinsame Fahrten: Erst eine gemeinsame Wochenendfahrt im Mai, dann eine Woche auf der Insel Spiekeroog in den Herbstferien.

Bist Du unsicher, ob das etwas für Dich ist? Kein Problem, denn „Konfus“ ist anders als Sport oder Schule, darum muss man es einfach ausprobieren.

Hast Du Zweifel, ob der christliche Glaube der richtige ist? Dann kannst Du Dir in dieser Zeit eine Meinung bilden und interessante Menschen kennenlernen, die erzählen können, wie sie den Glauben sehen.

Bist Du noch nicht getauft? Auch kein Problem. Die Taufe feiern wir in einem schönen Rahmen während der Konfirmandenzeit.

Noch Fragen? Bestimmt. Damit Du die Unterrichtenden und „Konfus“ ein bisschen kennenlernst, gibt es einen

Anmeldeabend am Dienstag, 15.2., um 19.00 Uhr in der Lilienthaler Klosterkirche.

Informationen gibt es im Internet auch unter www.konfi-lilienthal.wir-e.de oder bei Pastor Tilman Heidrich, Tel. 1092 oder Pastor Wildrik Piper, Tel. 04292-810510.