Bild: Karsten Schnell
Klosterkirche

Archiv 2020

Umfangreiche Umbauarbeiten zum Gemeindezentrum

Die Kirchengemeinde Lilienthal kommt aus den Bauarbeiten nicht heraus! Unter Hochdruck renovierten wir gerade mit Unterstützung ganz vieler engagierter Helfer und Organisatoren das Pfarrhaus  in Trupe und schon steht die nächste Baustelle vor der Tür: Der Komplettumbau des Anbaus an der Klosterkirche zum Gemeindezentrum.

Lange dauerten die Planungen und Vorbereitungen, um ein Zentrum für die gesamte Gemeinde zu schaffen . Zum 1. Oktober soll es nun so weit sein. Der Anbau an der Klosterkirche wird um zwei Räume erweitert. So soll dann später das Gemeindebüro dorthin umziehen, der große Saal wird vergrößert und es entsteht ein weiterer Gruppenraum. So soll das Gemeindezentrum ein modern ausgestatteter Bereich werden, der den Anforderungen an einen zeitgemäßen Konfirmandenunterricht genauso gerecht wird wie den Probenvoraussetzungen des Bachchors und den Wünschen all der anderen Gruppen in der Kirchengemeinde. Und nicht zuletzt soll bald die Arbeit mit Kindern und jungen Familien als neuer Schwerpunkt in dem Zentrum intensiv aufgebaut werden.

Begleitet werden die Planungen von dem Architekturbüro  Hübschen und Knigge aus Bremen. Architekt  Knigge verwies in den Vorgesprächen auf die hervorragende Bausubstanz des Bestandes. Diesen hat er nun in die Erweiterung integriert und uns eine sehr ansprechende und offene Fassade hin zur Klosterstraße empfohlen. Zusammen mit der durchgehenden Barrierefreiheit  an nahezu allen Bereichen soll das neue Zentrum einladen zu Gottesdienst und Gemeindeleben. Die Fertigstellung ist für den Frühsommer 2020 geplant und danach soll auch der Außenbereich komplett neu angelegt und begrünt werden.

Nun heißt es also Anpacken und Abschied nehmen vom Bestehenden: bis 1.10. wird der bisherige Anbau komplett geleert. Während der Bauphase steht uns nur die Klosterkirche zur Verfügung, die möglicherweise vorübergehend ein paar einfache Funktionen eines Gemeindehauses mit erfüllen muss. Aber das sollte das ehrwürdige Gebäude sicher aushalten können – und wir als Gemeinde auch.

Wir bedanken uns jetzt schon bei allen für ihre Geduld und Mitarbeit bei den sicher entbehrungsreichen nächsten Monaten und erbitten den Segen Gottes für ein gutes Gelingen.

Altpapier

Schweren Herzens stimmten die Mitglieder des Kirchenvorstands der Kirchengemeinde Lilienthal im Herbst dem Beschluss zu, die Altpapiersammlungen im Ort mit der Sammlung zu beenden. Die letzte Altpapiersammlung wird im Januar 2020 stattfinden. Verschiedene Gründe führten dazu: Es fiel immer schwerer, die notwendigen Helfer für die  Sammlungen zusammenzubekommen und auch die Organisation ruhte zuletzt auf sehr wenigen Schultern. Zudem wurde es immer schwieriger, das notwendige technische Equipment an Fahrzeugen zusammenzubekommen. Und letztlich zeigte sich in einem Kassensturz, dass die Erlöse der Sammlungen den sehr hohen Aufwand aller Ehrenamtlichen sowie die anfallenden Kosten zwar noch deckten, am Ende aber Aufwand und Wirkung nicht mehr in angemessenem Verhältnis standen.

Die Kirchengemeinde Lilienthal bedankt sich bei allen, die sich schon vor vielen Jahren und bis heute bei allen Sammlungen  aktiv eingebracht haben und damit die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen tatkräftig unterstützt haben. Und ganz besonders dankt sie all den Haushalten, die der Sammlung immer die Treue gehalten und regelmäßig ihr Altpapier z.T. akribisch geordnet bereit gestellt haben.

Was macht eigentlich

…so lautet die Überschrift zu einer Reihe, in der ein bekanntes deutsches Magazin seit langer Zeit auf seiner letzten Seite Prominente aus vergangenen Jahren und ihre aktuelle Lebenssituation vorstellt. Vielleicht haben Sie sich auch schon einmal gefragt: was macht eigentlich der Gottesdienst-Ausschuss unserer Gemeinde? Wer arbeitet dort mit? Was sind die Schwerpunkte, welches die Ideen, über die dort nachgedacht wird?

Hier kommt der Versuch einer Antwort:

Der Ausschuss für Gottesdienst und Kirchenmusik – das ist seine vollständige Bezeichnung – kümmert sich um Ablauf, Aufbau, musikalische Elemente, Inhalt und Formen von Gottesdiensten. In unserem Gottesdienst-Ausschuss arbeiten daher neben vier Kirchenvorstehern auch die Pastoren und unsere Kirchenmusikerin mit. Die Sitzungen finden in unregelmäßigen Abständen je nach Bedarf statt. Wir machen uns Gedanken über verschiedene Arten von Gottesdiensten, die besondere thematische Schwerpunkte haben (beispielsweise Literaturgottesdienste), unterschiedliche Zielgruppen ansprechen wollen (Jugend- oder Familiengottesdienste) oder von nicht ordinierten Predigern geleitet werden (Bürgerkanzel). Außerdem denken wir darüber nach, ob veränderte Anfangszeiten oder auch ein anderer Tag als der Sonntag dazu führen kann, Menschen verstärkt in unsere Kirchen und zu Gottes Wort zu bringen.

Nicht zu vergessen sind in diesem Zusammenhang natürlich die vielfältigen Möglichkeiten, mit denen viele Arten der musikalischen Darbietung biblische und gesellschaftliche Inhalte transportieren können oder auch selbst zum Thema werden.

Das, was der Gottesdienstbesucher am Sonntagmorgen (und auch zu anderen Zeiten) in unseren Kirchen erlebt, folgt einer Ordnung, die dem protestantischen Gedankengut der Reformation entspricht und die sich in jeder Gemeinde über Jahrzehnte eingebürgert hat. Diese sogenannte „Agende“ finden wir heute noch in einen kleinen Teil unserer Gesangbücher eingelegt; sie existiert in dieser Form seit etwa 20 Jahren.

Um diese Agende den Anforderungen der heutigen Zeit in Form und Inhalt anzupassen, hat sich der gesamte Kirchenvorstand im Spätsommer nach Vorbereitung des Gottesdienstausschusses ein ganzes Klausurwochenende lang Gedanken gemacht. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden zur Zeit im Ausschuss gesichtet und geordnet. Einige Elemente, die bisher nicht zum gewohnten Ablauf von Gottesdiensten gehörten, werden neu auftauchen; andere werden wegfallen – hoffentlich ohne dass sie von den Besuchern allzu schmerzlich vermisst werden.

Anfang kommenden Jahres werden dann alle Gottesdienstbesucher den neuen Ablauf in Händen halten. Der Gottesdienst sollte dann verständlicher und nachvollziehbarer in den aufeinander folgenden Lesungen, Gebeten und Gesängen werden. Wir hoffen, dass dieses Erlebnis besonders für alle Kirchgänger, die nicht Sonntag für Sonntag in die Kirche gehen, erfüllend, ertragreich und nachhaltig sein wird.

Angela Geßner